Gegendarstellungen

 

Zum Artikel „Nicht glaubwürdig. Palm-Neubau Richard Bahr wirft ProUko „bewusste Irreführung“ vor.” vom 24. Juli 2018 in der Schwäbischen Post

Zitat:

“Von einer „bewussten Irreführung“ spricht der Betriebsratsvorsitzende der Firma Palm, Richard Bahr, in Bezug auf Äußerungen der Bürgerinitiative ProUko. Deren Vertreter hätten berichtet, dass bei Palm künftig 600 bis 650 Lastwagen-Bewegungen pro Tag stattfinden werden. Bahr: „Wenn ich pro Lkw 25 Tonnen rechne und das mit 250 Werktagen multipliziere, komme ich auf die Jahresmenge von 3,9 Millionen Tonnen!“ Bahr vermutet daher, „dass hier bewusst mit falschen Zahlen operiert wird“.”

Gegendarstellung:

In dem durch die Firma Palm beauftragten Verkehrsgutachten, welches den Bauleitplänen anhängig ist, wurden am 13.12.2016 auf der Sutorstraße, also der Zufahrt zum Gelände Palm 312 LKW Bewegungen/24 Stunden bei seinerzeit aktueller Maschinenkapazität verzeichnet. 156 LKW sind am Gelände ein- und ausgefahren = 312 LKW-Bewegungen. Verkehrszählungen erfassen dies in der aufgezeigten Art und Weise, da nicht die Anzahl der LKW, sondern die Anzahl der Fahrten für die Immissionsbelastung auf den Bürger relevant sind. Die in der 2016 ermittelten Anzahl an LKW-Fahrten setzt sich zusammen aus dem Abtransport der produzierten Ware, der Anlieferung von Altpapier, wobei ca. 15% mehr Material eingesetzt werden muss, dem Abtransport der 15% an Abfall aus der Produktion sowie sonstigen Lieferungen an die Firma Palm. Bei einer Verdoppelung der Kapazität ergeben sich daraus 312 LKW-Bewegungen x 2 = 624.

Das von der Firma Palm vorgelegte Gutachten beschreibt im Prognosefall der Erweiterung 578 LKW Bewegungen/24h, was allerdings keiner 100% Steigerung entsprechen würde. Es ist uns unverständlich, warum Herr Bahr die durch die Firma Palm selbst in Umlauf gebrachten Daten als unglaubwürdig beschreibt, wenn die Firma selbst 580 LKW-Bewegungen prognostiziert. Zudem gab Dr. Palm selbst bei seinem Treffen mit Bürgern von Pro-Uko an, dass die Zahlen aus dem Gutachten wahrscheinlich noch um 20% überschritten würden. Dies entspräche dann einer Anzahl von 696 LKW-Bewegungen/24h auf dem Betriebsgelände Palm.

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Zum Artikel „Kritiker der Petition moniert Tricks” vom 18. Juli 2018 in der Schwäbischen Post

In dem Artikel „Kritiker der Petition moniert Tricks“ wird über eine Stellungnahme des Herrn Dr. Roland Baumann (Prokurist der Papierfabrik Palm) berichtet, in der er der Initiative Pro-Uko vorwirft, die Darstellung der Breitwiesen „gefälscht“ zu haben. Der Fälschung liegt eine betrügerische Absicht zugrunde, gegen die sich Pro-Uko strikt verwehrt. Es handelt sich um eine Privat-Aufnahme, an der keinerlei Veränderungen der realen Situation des Landschaftsbildes vorgenommen wurden. 

Weiterhin behauptet Dr. Baumann in dem oben genannten Artikeln Pro-Uko lösche Contra-Argumente von der Petitions-Plattform. Pro-Uko verwehrt sich klar gegen diese falsche Behauptung. Nach den massiven Protesten des Dr. Baumann gegen die vorher von ihm akzeptierten offiziellen Nutzungsbedingungen wurde sein Name aus der Petition entfernt. Die Texte des Herrn Roland Baumann sind noch wie folgt zu lesen:

Contra

Diese Petition ist mal wieder eine egoistisch motivierte Aktion, die das Gemeinwohl und die Standortsicherung eines knapp 150 Jahre ansässigen Industrieunternehmens mit 300 Beschäftigten völlig ignoriert. Es werden bewußt Tatsachen verdreht, unterschlagen und tendenziös dargestellt, um ein sinnvolles Projekt zu verhindern. Die Bildauswahl der Petition spricht für sich. Der derzeitige Bestand der Firma Palm wird bei dem gewählten Bildausschnitt bewußt weggeschnitten, um ein idyllisches Tal zu suggerieren, das auch heute schon gar nicht wie dargestellt da ist.“

Unter den Gegenargumenten ist ein weiterer Kommentar des Herrn Dr. Baumann zu finden:

„Sie verdrehen bereits wieder die Fakten. Der Bildausschnitt der sog. “Gegenwart” unterschlägt die vorhandene Bausubstanz und erweckt ein falsches Bild. Außerdem ist Ihre ganze Petition manipulativ. Wenn man als Gegner der Petition seinen Namen preisgibt, wird man nicht als Gegner sondern in der Liste der Unterstützer aufgeführt und wahrscheinlich auch mitgezählt für das Erreichen des Quorums. Dies sind m.E. unlautere Machenschaften und ein Abstimmungsbetrug. Ich prüfe rechtliche Schritte und werde mich auf dieser Webseite nicht weiter äußern.“

Pro-Uko verwehrt sich gegen die falschen Behauptungen des Dr. Baumann, die Öffentlichkeitsarbeit mithilfe von „gefälschtem“ Fotomaterial oder in einer manipulativen Weise zu betreiben.

Eine Entschuldigung des Dr. Baumann oder der Firma Palm für die Verbreitung dieser falschen Behauptungen ist leider bisher nicht bei Pro-Uko eingegangen.